Ohne Leichtigkeit werden alle Bewegungen des Pferdes unnatürlich. - Nuno Oliveira
Ohne Leichtigkeit werden alle Bewegungen des Pferdes unnatürlich. - Nuno Oliveira

Kathrin und ihre Pferde

In meiner knapp zwanzigjährigen Reitlaufbahn habe ich von mehreren S-Dressurreitern, von namhaften Reitern im Landgestüt in Warendorf und von einer der erfolgreichsten Dressurreiterinnen der Welt Reitunterricht bekommen, ich hatte die Chance, auf Pferden zu reiten, welche bis zum Grand Prix de Dressage ausgebildet sind. Jedoch waren die Probleme immer die gleichen, die Pferde rollten sich ein, stützten auf die Hand, schoben über die Schulter in die Bahn hinein oder aus dieser heraus, klemmten am Bein oder rannten vor diesem weg. Ich war schon sehr verwundert, wie stark diese weit ausgebildeten Pferde gegen ihren Reiter an arbeiteten und wie wenig losgelassen sie waren.

Aufgrund dessen, dass ich bei jedem Reitlehrer früher oder später das Gefühl hatte, dass meine Pferde immer fester wurden, weniger vorwärts gingen, plötzlich losschoss und mit wenig Spaß an der Sache waren, habe ich immer wieder nach neuen Reitlehrern gesucht. Gerne wurde von den Reitlehrern mein Pferd für die Probleme verantwortlich gemacht. Sätze wie "Das ist kein Dressurpferd" oder "Das ist kein Damenpferd" musste ich mir von allen Seiten anhören. Die Probleme traten jedoch unabhängig davon auf, welches Pferd ich geritten bin. So fing ich an, mich in die verschiedenen Reitweisen einzulesen. Das Gelesene probierte ich dann alleine auf meinen Pferden aus, mal half eine Theorie der Alten Reitmeister und mal halt nicht. Ich entschied mich letztendlich, nur noch für ich zu reiten, da mir die Reitlehrer anscheinend auch nicht mehr helfen konnten, ganz im Gegenteil, meine Pferde wurden schlechter.

Durch einen Zufall habe ich dann von einem Reitlehrgang ganz in meiner Nähe erfahren, der nach klassischen Grundsätzen abgehalten werden sollte. Bei diesem Lehrgang lernte ich dann auch Jenny kennen. Wir arbeiten jetzt seit August 2010 zusammen, und die Fortschritte, die meine Pferde und ich seit dem gemacht haben, sind enorm.

Meine Pferde sind bei der Arbeit entspannt, und dadurch hat auch das Gucken sehr stark nachgelassen bzw. ganz aufgehört. Durch das Training haben meine Pferde im Rücken losgelassen und wölben diesen auf, wodurch ein angenehmes Schwingen im Rücken entstanden ist, so dass ein leichtes Sitzen möglich ist.

Alle Pferde sind leicht in der Hand geworden bzw. haben aufgehört, sich einzurollen, wodurch ich mit meiner Hand eine angenehme Anlehnung ans Gebiss habe.

Meine Pferde gehen in Dehnungshaltung, ohne im Genick nach hinten wegzurollen, die Nase ist wie selbstverständlich vor der Senkrechten.

Meine Pferde sind gerade, und wenn sie doch einmal über die Schulter ausbrechen, bekomme ich das sehr schnell wieder in den Griff.

Bei allen Pferden, die doch zum Teil sehr unterschiedlich sind, ist eine positive Veränderung zu erkennen. Alle haben sich durch einen positiven Muskelaufbau optisch auffallend verändert.

Mein seit Jahren unmotiviertes vierzehnjähriges Turnierpferd hat wieder - eigentlich zum ersten Mal - Spaß an der Arbeit.

Nach dem Reiten habe ich früher oft Verspannungen in den Schultern und im Nacken gehabt, die Verspannungen haben immer mehr nachgelassen und sind mittlerweile völlig verschwunden.

Ganz bestimmt sind das nicht alle Sachen, die sich zum Positiven verändert haben. Mir fällt aber gar nicht mehr alles ein, weil alles schon so selbstverständlich geworden ist.

Der Unterricht wurde für Pferd und Reiter logisch und individuell aufgebaut. Nach kurzer Zeit waren zwischen einigen Pferden Parallelen in der Ausbildung zu erkennen, jedoch wurde immer auf die Stärken und Schwächen des einzelnen Pferdes geachtet.

Aufgrund dessen, dass der Unterricht von Jenny sehr stark auf die Schulung des Reitgefühls abzielt und zum selbstständigen Arbeiten anhält, können Probleme, die außerhalb des Unterrichtes auftreten, auch schon alleine gelöst werden.

 

Vielen Dank dafür!

 

Kathrin

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© Jenny Newiak